Archive for July, 2007

Einsatz: Brand Autowerkstatt in Weidenhausen

Datum:
20.07.2007 Vormittags
Melderdurchsage:
Brand einer Autowerkstatt
Einsatz:
Für den ersten Einsatz doch schon ziemlich heftig mit herumfliegenden Eternitplatten und platzenden Spraydosen.
Sonstiges:
Mein erster Einsatz in der Einsatzabteilung… und dann schon sowas ;)
Zeitungsartikel: unten
Feuer zerstört eine Kfz-Werkstatt
20.07.2007
Von Jürgen Vetter

Hüttenberg-Weidenhausen. Ein Feuer hat gestern Vormittag eine Kfz-Werkstatt in Weidenhausen vernichtet. Der zentrale Gebäudebereich brannte völlig aus, Gasflaschen explodierten. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf ein direkt angrenzendes Wohnhaus gerade noch verhindert werden. Nach Schätzung der Polizei entstand ein Schaden von 350 000 Euro.
Die beiden Beschäftigten der Werkstatt waren nach Angaben der Polizei an anderer Stelle auf dem Betriebsgelände beschäftigt, als der Brand ausbrach und setzten sofort einen Notruf ab, nachdem sie das Feuer bemerkt hatten.

Um 10.49 Uhr ging bei der Einsatzleitstelle in Wetzlar der Anruf ein, dass ein Werkstattgebäude in Weidenhausen brennt. Genau 13 Sekunden danach wurde der Alarm ausgelöst und nur wenige Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehren von Weidenhausen/Volpertshausen sowie Rechtenbach am Brandort in der Straße “Am Tripp” ein. Zu diesem Zeitpunkt stand der mittlere Gebäudetrakt bereits voll in Flammen. Das Feuer hatte sich gerade durch das Dach gefressen.

Mit einem Schaumteppich bekämpften die Feuerwehrleute den Brand in den beiden Werkstatträumen. Gleichzeitig sprühten Einsatzkräfte aus mehreren C-Rohren Wasser gegen die Giebelseite des direkt angrenzenden Nachbarhauses. Damit konnten sie das Wohnhaus retten, an dem nur äußerliche Schäden entstanden sind. Auch das benachbarte Reifenlager der Firma wurde vor dem Feuer geschützt. “Durch das beherzte Eingreifen der Hüttenberger Feuerwehren konnte ein größerer Schaden verhindert werden”, lobte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Wolfgang Blicker vor Ort die Kameraden.

Als Einsatzleiter fungierte der Hüttenberger Gemeindebrandinspektor Friedel Mehlmann, der insgesamt 44 Feuerwehrleute aus allen sechs Hüttenberger Ortsteilen am Brandort koordinierte. Darunter waren vier Trupps mit je zwei Personen, die unter Atemschutz gegen das Feuer vorgingen und später im Gebäude noch letzte Glutnester auslöschten.Gasflaschen explodieren im Gebäude kurz vor dem Eintreffen der FeuerwehrDer Einsatz war für die Feuerwehrleute nicht ungefährlich. Gemeindebrandinspektor Mehlmann berichtete von mehreren Gasflaschen, die in der Hitze des Feuers im Werkstattgebäude explodierten, bevor die ersten Einsatzkräfte eintrafen. Der Hüttenberger Wehrführer Manfred Adam sagte erleichtert: “Wir hatten Glück, dass wir nicht schon jemanden drin hatten, als die Gasflaschen explodiert sind.”

Alarmiert worden waren zuerst die Feuerwehren von Weidenhausen/Volpertshausen sowie von Hüttenberg und Rechtenbach. Wegen der Ausdehnung des Brandes und der gefährlichen Situation wurden vor Ort sofort noch die Feuerwehren von Reiskirchen und Vollnkirchen nachalarmiert.

Es wurde niemand verletzt. Einsatzkräfte des Roten Kreuzes untersuchten eine Nachbarin sowie die Kinder aus dem direkt benachbarten Gebäude auf Rauchvergiftung.

Die Brandursachenermittler der Wetzlarer Kriminalpolizei gehen davon aus, dass der Brand in der Werkstatt eine technische Ursache hat. Möglicherweise sind dafür verschiedene Ladegeräte für verantwortlich, die nach ersten Erkenntnissen in Betrieb waren, als das Feuer ausbrach.

Der hohe Sachschaden entstand, weil der Brand nicht nur die Werkstatträume mit teurem Inventar wie Diagnosegeräten oder Bremsenprüfstand beschädigte und zwei darin befindliche Autos ausbrannten. Trotz ständiger Kühlung durch Löschwasser war die Hitzeeinwirkung auf das benachbarte Wohnhaus so groß, dass auch dieses Gebäude stärker in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Autowerkstatt

Quelle: http://wnz.de/main.php?ses_viewmode=37&dir=3&content_id=311133