Archive for July, 2008

Einsatz: Scheunenbrand

Datum:
09.07.08 um 3:43
Melderdurchsage:
Scheunenbrand
Einsatz:
Kurz am Rande: Interessant ist, das letzte Einsatz vor einem Monat fast am gleichen Tag und fast zur gleichen Uhrzeit stattfand. Zufall?! Wird wohl so sein, denn ich habe garantiert nichts gemacht 🙂 Als der Melder ging war ich natĂŒrlich noch im Bett, somit schnell das Sportzeugs an und ab zum GerĂ€tehaus. Nach schnellem Umziehen in die feinen neuen Nomexklamotten (Da ich ja nun offizieller AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger bin) war ich auch schon auf dem ersten Auto und ab ging die Fahrt Richtung Ortsausgang Rechtenbach Richtung MĂŒnchholzhausen. Dort stand eine Scheune mehr oder weniger in Flammen und man hatte sogar schon in Kleinrechtenbach die Flammen gesehen und Eternitplatten schlagen hören. FĂŒr alle die sich fragen was da als so geknallt hat
 Genau das waren die Eternitplatten. Eternitplatten wurden frĂŒher zum Dachdecken verwendet und sind auch Krebserregend. Wenn diese Platten nun zu heiß werden, explodieren sie mehr oder wenigerm und das gibt dann den lauten Knall. Nachdem wir also angekommen sind, wurde ersteinmal die Wasserversorgung aufgebaut und der Angriffstrupp ist direkt mit dem 1. Rohr vor. Das Feuer war in einer kleinen “Scheunenwerkstatt” direkt am Haus. Daneben war eine Garage in der sich noch ein Auto befand. Dieses wurde dann mit leichtem Schaden noch gerettet bevor es mit den Löscharbeiten weiterging
 denn unser Motto is ja Retten, Bergen, Löschen! Nachdem die weitere Wasserversorgung durch 2 Hydranten gesichert war, habe ich mich als Sicherungstrupp fĂŒr Atemschutz bereit gemacht. D.h. Flasche aufziehen, Maske aufsetzen sonsties Kleinzeug vorbereiten und warten bis man eingesetzt wird oder eben zur Bergung der Kameraden im Notfall rein muss. Doch zum GlĂŒck ist nichts passiert. Somit stand ich ĂŒber eine Stunde mehr oder weniger Sinnlos mit der Flasche auf dem Buckel rum und habe gewartet. FĂŒr die Nachlöscharbeiten sollten wir dann zwar eingesetzt werden, doch da der vorherige Trupp sich nicht direkt bei der AtemschutzĂŒberwachung gemeldet hatte viel das flach. Aber der nĂ€chste Einsatz kommt ja bestimmt 😉 Nachdem auch die Nachlöscharbeiten fertig waren, hieß es warten auf die Kripo zur Brandursachenermittlung. Doch da diese erst um 8 kommen wollten hieß es rund 2 Stunden warten. Die meisten sind in der Zeit wieder zum GerĂ€tehaus gegangen und haben das LF8 wieder gerĂŒstet. Auch mussten viele ja zur Arbeit, denn die Arbeitsausfallbescheinigung gilt nur fĂŒr den reinen Einsatz 🙂 . Da ich aber außer “nebenjob” nicht viel zu tun hatte, blieb ich da und wir rĂ€umten weiter auf. Nach einem kurzen FrĂŒhstĂŒck vom Metzger, welcher eigentlich noch gar nicht auf hatte^^ kam dann endlich die Kripo und begann mit der Brandursachenermittlung. Es ist schon interessant was die so alles rausfinden können, aber bevor es kein 100%iges Ergebnis gibt, sage ich hierzu nichts. Nach dem Eintreffen der Kripo war auch die “Brandsicherung” beendet und wir konnten nun vollstĂ€ndig abrĂŒcken”
Sonstiges:
Ja was soll man groß sagen, ich denke der Bericht ist mal wieder sehr ausfĂŒhrlich geworden. Zu erwĂ€hnen ist vielleicht das dies mein erster mehr oder weniger Atemschutzeinsatz ist. Ich war zwar nicht “Im Feuer” aber auch als Sicherungstrupp hat man eine wichtige Aufgabe 😉 Was mich gewundert hat ist das bei der Alamierung erst nur Rechtenbach alamiert wurde und HĂŒttenberg dann spĂ€ter. Wenn der Brand wirklich ein richtiger Scheunenbrand gewesen wĂ€re, hĂ€tten wir allein ein kleines Problem gehabt. So wurde z.B. auch eine Gasflasche geborgen, wo das Überdruckventil schon offen war. Wenn diese Flasche expldiert wĂ€re, hĂ€tte es auch anders aus gesehen. Aber trotzdem war der Einsatz auch nicht ohne, denn wenn man so die RollĂ€den der NachbarhĂ€user sieht (Leicht verschmort) muss doch eine ganz schöne Hitze geherrscht haben. Was ich zum Schluss unbedingt noch loswerden will, ist die Arbeit und Aufmerksamkeit der Nachbarn! 1. Haben gleich mehrere Leute den Brand um diese Uhrzeit gesehen/gehört und sofort gemeldet. Somit wurde schlimmeres sicherlich verhindert! Und es war gut das wirklich mehrere angerufen haben und nicht jeder denkt, ach der merkt das schon wenns bei ihm brennt! Aber auch sonst war die Nachbarschaft sehr sehr Hilfsbereit. So gab es Kaffee zu frĂŒher Stunde und auch wĂ€hrend der Löscharbeiten gab es nie Schaulustige o.Ă€. welche den Weg versperrt haben. Somit insgesamt ein fast vorbildlicher Einsatz. So macht Feuerwehr Spass 🙂

 

Scheunenbrand